
Curated by Benno Hauswaldt
Picture by Benno Hauswaldt.
Wenn wir an Gefängnisliteratur denken, wird deutlich, dass viele Texte, die heute als kanonisch gelten, im Gefängnis geschrieben wurden oder sich mit Inhaftierung befassen. Von Luxemburg, Gramsci, Dostojewski oder Kafka bis hin zu Foucault, Martin Luther King und Angela Davis finden wir Schriften, die explosive Kraft ausstrahlen und auf die wir nicht verzichten möchten.
Die Ausstellung versammelt betroffene Positionen wie Positionen, die sich aus anderen Gründen auf lyrische, erzählerische oder theoretische Weise mit Gefängnissen und dem Strafsystem auseinandergesetzt haben und auseinandersetzen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Die Bücher, die in den Regalen für die jeweiligen JVAs stehen, zeigen die Titel, die von den Sachbearbeiter:innen angenommen wurden. Im Anschluss an die Ausstellung werden sie an die Gefängnisbibliotheken übergeben, sodass die Inhaftierten dauerhaften Zugang zu den Titeln haben.
Die Leerstellen zeigen auf, wie viele JVAs aus unterschiedlichen und aus nicht immer nachzuvollziehenden Gründen keine Buchspenden annehmen wollten oder konnten. Die jeweiligen Antworten fallen unterschiedlich aus und bilden ein zwar nicht vollständiges, aber eindrückliches Bild der Situation in den Bibliotheken deutscher Justizvollzugsanstalten. Neben den Bücherregalen können die jeweiligen anonymisierten Antworten der Gefängnisse (sofern es Antworten gab) gelesen werden, in denen fadenscheinige Argumente, Entschuldigungen, Begeisterung und Bedauern aufeinandertreffen.
Benno Hauswaldt




photo: Daphne Schüttkemper

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Curated by Benno Hauswaldt
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Wenn wir an Gefängnisliteratur denken, wird deutlich, dass viele Texte, die heute als kanonisch gelten, im Gefängnis geschrieben wurden oder sich mit Inhaftierung befassen. Von Luxemburg, Gramsci, Dostojewski oder Kafka bis hin zu Foucault, Martin Luther King und Angela Davis finden wir Schriften, die explosive Kraft ausstrahlen und auf die wir nicht verzichten möchten.
Die Ausstellung versammelt betroffene Positionen wie Positionen, die sich aus anderen Gründen auf lyrische, erzählerische oder theoretische Weise mit Gefängnissen und dem Strafsystem auseinandergesetzt haben und auseinandersetzen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Die Bücher, die in den Regalen für die jeweiligen JVAs stehen, zeigen die Titel, die von den Sachbearbeiter:innen angenommen wurden. Im Anschluss an die Ausstellung werden sie an die Gefängnisbibliotheken übergeben, sodass die Inhaftierten dauerhaften Zugang zu den Titeln haben.
Die Leerstellen zeigen auf, wie viele JVAs aus unterschiedlichen und aus nicht immer nachzuvollziehenden Gründen keine Buchspenden annehmen wollten oder konnten. Die jeweiligen Antworten fallen unterschiedlich aus und bilden ein zwar nicht vollständiges, aber eindrückliches Bild der Situation in den Bibliotheken deutscher Justizvollzugsanstalten. Neben den Bücherregalen können die jeweiligen anonymisierten Antworten der Gefängnisse (sofern es Antworten gab) gelesen werden, in denen fadenscheinige Argumente, Entschuldigungen, Begeisterung und Bedauern aufeinandertreffen.
Benno Hauswaldt




photo: Daphne Schüttkemper

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